Millionen von Smartphones in Großbritannien und Japan sollen aufgrund des Ericsson-Geräteproblems offline genommen worden sein.

Ein Ericsson-Geräteproblem liegt hinter Mobilfunkausfällen in Großbritannien und Japan, die Millionen von Menschen ohne Smartphone-Versorgung zurückließen, berichtet die Financial Times. Das von Telefónica betriebene O2-Netzwerk in Großbritannien war ab 5 Uhr Ortszeit rückläufig, so wie auch die japanische SoftBank auf Schwierigkeiten stieß, hinzu kommen Telefonica Netz Störungen in besagten Regionen. SoftBank hat etwas mehr als 30 Millionen Kunden in Japan, während O2 32 Millionen in Großbritannien hat, zusammen mit MVNOs wie Tesco Mobile und Giffgaff, die auch ihr Netzwerk nutzen.

Die FT berichtet, dass zwei Quellen mit Kenntnis der Situation sagten, dass Geräte des schwedischen Herstellers Ericsson für die Ausfälle verantwortlich waren, eine Behauptung, die weder O2, SoftBank noch Ericsson bereit waren zu bestätigen. In einer Erklärung sagte O2, dass ein “globales Softwareproblem” mit einem seiner globalen Lieferanten für den Ausfall verantwortlich sei. SoftBank, die auch Ericsson-Geräte verwendet, sagte, es sei “die Untersuchung der Ursache” des Problems.

 

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung melden sowohl O2 als auch DownDetector noch Probleme im gesamten Netzwerk von O2 in Großbritannien, während SoftBank den Service in Japan wiederherstellte, nachdem sie etwa 5 Stunden lang nicht erreichbar waren.

 

Der Ausfall ist ein großes Problem für die SoftBank, die sich darauf vorbereitet, in nur zwei Wochen einen Börsengang für ihre Mobilfunktochter durchzuführen, der der größte in der Geschichte Japans sein wird. Die Aktien des Unternehmens sanken am Donnerstag sogar um 6 Prozent.